Beratung · Therapie · Supervision

Systemische Therapie

Was ist eine Systemische Beratung und Therapie?

Systemisches Denken hat sich gerade in den letzten zwei Jahrzehnten immer mehr verbreitet und dadurch die Handlungsmöglichkeiten in vielen Praxisfeldern und Wissenschaftsbereichen erweitert. Systemisches Denken basiert zum einen auf den Beschreibungsmodellen für komplexe Systeme (Systemtheorie), die in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen entwickelt werden. Zum anderen beruht es auf der philosophischen Annahme (Konstruktivismus), dass die Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen, unsere Erfindung ist, und dass die Wirklichkeit im Dialog entsteht.

Der systemische Ansatz erweist sich sowohl im psychotherapeutischen und beraterischen Feld, als auch in der Medizin, der Supervision, der Weiterbildung und der Organisations- und Personalentwicklung als effektiv.

Die systemische Beratung und Therapie hat sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts neben tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutischen und humanistischen Psychotherapierichtungen zunächst als „Familientherapie“ etabliert.

Kinder- und Jugendpsychiater machten die Erfahrung, dass Kinder nach einer erfolgreichen Einzelbehandlung (z.B. bei Stottern oder „Bettnässen“) häufig erneut Symptome und Probleme zeigten, nachdem sie wieder in ihren Familien waren. Als dann aber die Therapie mit der gesamten Familie durchgeführt wurde, also Eltern und Geschwister mit in die Therapie einbezogen wurden, zeigte sich, dass Probleme und Symptome dauerhaft verschwanden und Rückfälle seltener wurden.

Heute ist die Systemische Beratung und Therapie ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren mit einer Vielzahl an Methoden und Anwendungsbereichen. Sie wird in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen angewandt.

Systemische Beratung und Therapie sieht den Menschen als Teil von größeren, ineinander greifenden Systemen. Dazu gehört einerseits die Familie aber auch das Arbeitsteam, die Schulklasse, die Sportmannschaft, die Nachbarschaft oder der Freundeskreis. Denn Probleme entstehen nicht im Menschen, sondern zwischen den Menschen. Schwierigkeiten Einzelner haben immer etwas damit zu tun, wie miteinander geredet und umgegangen wird.

Unabhängig ob es sich nun um eine Einzel-, Paar oder Familienberatung oder Therapie handelt, wird der einzelne Mensch im Beziehungsgefüge seines Umfeldes betrachtet. Probleme, Symptome und Krankheiten werden in ihren Wechselwirkungen mit Beziehungen, Denk- und Erlebensmustern gesehen und als Lösungsversuche sowie als Ausdruck bestimmter Beziehungsmuster verstanden. Systemische Therapie und Beratung ermöglichen es, diese Muster deutlich werden zu lassen. Sie zielen durch die Konstruktion von Alternativen, durch die Aktivierung von Ressourcen und durch die Entwicklung von Lösungen auf eine Erweitung der Handlungsmöglichkeiten.

Ursula Düll-Esse
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